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Huang-Kim Hary-Ming (*2004)

Kimi und Geschwister

Das Nesthäkchen

Nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns im Herbst 2004, für unsere interner LinkFreya ein „Schwesterchen“ zu holen.

Über die Internetseiten des ACC (interner LinkLinks) fanden wir einen Züchter, aus dessen zwei Würfen noch einige Hündinnen ein neues Zuhause suchten. Also anrufen, Termin ausmachen und am 10. Oktober hinfahren.

Als wir dort im Garten standen und der Zwinger des älteren Wurfes geöffnet wurde, stürmten alle Welpen außer einer etwas heller gefärbten Hündin übermütig auf mich zu. Ich hielt den Kleinen erst einmal beide Hände zum beschnuppern hin, doch mit schnuppern hielten sie sich nicht lange auf: ich wurde zur Begrüßung kräftig durchgekaut! Als die Bande dann von mir abzog und sich Conny zuwendete, kam auch der Nachzügler auf mich zu. Ich ging wieder in die Hocke, begrüßte die Kleine und hielt auch ihr die Hand hin. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern jedoch setzte sie sich erst einmal hin, sah mich mit großen Augen an und ... gab Pfötchen! Erst als ich sie ein wenig gekrault hatte, schnappte sie sich einen Finger meiner Hand und fing ganz zart an, daran zu knabbern. Danach warf sie sich auf den Rücken und ließ sich den Bauch kraulen. Sie „schrie“ vor Vergnügen auf, als ich sie an den Rippen kitzelte. Das brachte mir einen sehr bösen Blick ihrer Mutter ein, die sich aber schnell wieder beruhigte, als sie sah, was ich da mit ihrem Nachwuchs anstellte.

Auch Conny war auf der Stelle von der kleinen Dame angetan. Anscheinend kann sich dieses Chowchen ähnlich gut bei Menschen einschmeicheln, wie es bei interner LinkFreya der Fall ist. Und da wir erfuhren, dass die Kleine noch nicht vergeben war, stand für uns fest, dass wir, wenn wir denn einen Welpen aus diesem Zwinger nehmen, uns für dieses Mädchen entscheiden werden.

Nach einer weiteren Nacht Bedenkzeit stand der Entschluss fest: Wir nehmen das „Goldbärchen“ bei uns auf!

Während ich diese Zeilen niederschreibe, drängt sich mir in diesem Zusammenhang aber doch eine Frage auf: Wer hat hier eigentlich wen ausgesucht? Der Mensch den Hund oder war es vielleicht doch eher umgekehrt?

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