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Callie of the Chinas Joy (1996 - 2003)

Callie

Die Pedantin

Callie kam 1996 als 7 Monate alter Junghund zu uns. Nach dem Verlust von interner LinkKessy wollten wir schnellstmöglich wieder einen Chow aufnehmen und durch die Vermittlung eines befreundeten Züchter-Ehepaares kamen wir recht schnell zu unserer Callie.

Callie kam "vom platten Land". Sie kannte keine Menschenmassen, nicht einmal Straßen, Autoverkehr war ihr fremd, laute Geräusche machten ihr Angst. Und nun sollte der arme Hund in einem Hochhaus in der Stadt leben. Trotz aller Mühe, die wir uns gaben, ist diese Umstellung nie 100%ig gelungen. Immer blieb ihr Unbehagen, wenn sie auf einem geteerten Weg laufen sollte. Gingen wir hingegen auf Schotterwegen spazieren, war sie glücklich und zufrieden.

Ihr Motto war: "Sport ist Mord!". Schnelles Laufen war ihr zu anstrengend und so mochte sie auch nicht jagen. Das führte so weit, dass einige Kaninchen, die in unserer Gegend leben, ruhig am Wegesrand sitzen blieben, wenn unser Chow vorbeigetrottet kam. Erst wenn sich Frauchen oder Herrchen den Langohren näherten, ergriffen sie die Flucht!

Sie war ständig um Harmonie in der Familie bemüht. Wenn einer unserer Sittiche mal wieder genau da gelandet war, wo er eigentlich nicht landen durfte und wir daraufhin mit ihm schimpften, ging Callie dazwischen und schützte so das Vögelchen vor unserem "Zorn".... und das, obwohl die Geier, nach den guten Erfahrungen, die sie mit interner LinkKessy gesammelt hatten, immer wieder die Kleine als Notlandeplatz missbrauchten. Das war ihr sichtlich unangenehm, sie ertrug es aber mit stoischer Gelassenheit.

Sie war zwar sehr neugierig aber fremden Menschen wie auch Hunden gegenüber sehr misstrauisch. Eine kleine Anzahl handverlesener Freunde reichte ihr. Sie ging jedem Ärger aus dem Weg. Wenn sie von anderen Hunden angegriffen wurde, mussten wir sie verteidigen. Niemals kam sie auf die Idee, sich selbst verteidigen zu können.

Callie liebte das Autofahren! Je schneller, desto besser. Wenn es ihr zu langsam voran ging, sass sie immer im Kofferaum unseres Kombis und "maulte" vor sich hin.

Ihr Orientierungssinn war einzigartig: Auf der über 130km langen Strecke zu meinen Eltern kannte sie jede Kurve und jede Abzweigung. Kurz vor jeder Abzweigung setzte sie sich auf, wartete ab, bis der Wagen die erwartete Richtung eingeschlagen hatte und legte sich dann wieder hin. Und wehe, wir mussten einmal eine andere Route wählen, weil eine Straße gesperrt war: Das Chowmädchen ließ sich nicht beruhigen, bis wir auf einen Streckenabschnitt kamen, der ihr wieder bekannt war!

Die Aufgabenverteilung ihrer Menschen nahm sie sehr genau: Frauchen war der Dosenöffner, mit dem man morgens früh eine schnelle Runde ums Eck machen konnte, Herrchen war fürs restliche Gassigehen verantwortlich und wurde tagsüber im Büro überwacht. Wenn Herrchen mal das Futter verabreichen wollte, kam der Chow, roch daran, drehte sich angewidert um und ging wieder. Erst wenn Frauchen das Futter nochmal umgerührt hatte, war es genießbar! Dafür wehrte sich der Chow mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dagegen, dass Frauchen tagsüber oder gar spät abends mit ihr Gassigehen wollte. *seufz* Man hats halt nicht leicht als Chow-Chow-Halter....

Mit etwa 11/2 Jahren wurde Callie wegen eines Entropiums operiert. Diese Operation verlief gut und sehr erfolgreich. In der Folge gab es kaum noch Probleme mit ihren Augen, bis sie 2001 plötzlich ohne erkennbaren Grund erblindete. Heute wissen wir, dass die Ursache dafür ein Hirntumor war. Dieser wurde diagnostiziert, als sie wiederholt Lähmungen in den Vorderbeinen aufwies. Der Tumor war inoperabel, die Überlebenschancen hätten selbst bei einer näheren Untersuchung mit Gewebeentnahme nur bei 10% gelegen. Und so waren wir im Juni 2003 leider gezwungen, Callie im Alter von nur 7 Jahren einschläfern lassen zu müssen. Es war ein weiterer Tag von der Sorte, die man eigentlich nicht erleben möchte.....

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